Tipps mit deren Hilfe die grüne Wende das Büro erreicht

Bei der umweltfreundlicheren Gestaltung eines Büros lohnt es sich, neben den Energiekosten auch an das Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeiter/innen zu denken. Die sogenannten grünen Büros sind schon wegen ihrer besseren Luftqualität und geringeren Energieverbrauch mitarbeiterfreundlicher.

Um das Büro umweltfreundlicher zu gestalten, gibt es in der Tat viel mehr Möglichkeiten als man zunächst denkt. Man kann an die Innenarchitektur, die Beleuchtung oder das Recycling denken. Diese Tipps helfen all dies zu erreichen.

Das Büro sollte materialeffizient sein

Eine effektive Materialnutzung ist beim Bau jedes umweltfreundlichen Gebäudes und Büros von entscheidender Bedeutung. Dies bedeutet, sowohl für den Außen- als auch für den Innenbereich nachhaltige Materialien zu wählen, die einen geringeren VOC-Gehalt aufweisen oder zum großen Teil aus recycelten Materialien hergestellt wurden.

So hat OCCO beispielsweise die kleinen Besprechungsräumen des estnischen Zentrums  für die Informationssysteme für Gesundheit und Wohlbefinden (Tervise ja Heaolu Infosüsteemide Keskus, TEHIK) mit akustischen Wandpaneelen aus recycelten Materialien ausgestattet. Diese Paneele werden aus gebrauchten Wasserflaschen und Tannennadeln hergestellt und können auch als Trennwände zwischen Bürotischen verwendet werden, um Privatsphäre zu schaffen.

Verschiedene Holzstrukturen, wie Holzdecken- oder Wandpaneele, gestalten die Büroräume naturnaher und umweltfreundlicher. Holz ist nicht nur ein nachwachsender und recycelbarer Werkstoff, sondern verleiht dem Raum auch Wärme und Gemütlichkeit.

Das von OCCO eingerichtete Esvika-Büro verwendet Holzdeckenpaneele, die dem Raum Wärme und Gemütlichkeit verleihen.

Natürliches Licht steigert die Produktivität

Forscher der Harvard University haben herausgefunden, dass Menschen, die in einem umweltfreundlichen Büro arbeiten, mehr als doppelt so produktiv sind wie diejenigen in normalen Büros. Dies war teilweise auf die Zunahme der natürlichen Beleuchtung im Bürogebäude zurückzuführen.

Natürliches Licht in einem umweltfreundlichen Büro wirkt sich positiv auf die Mitarbeiter/innen und deren Gesundheit aus. Es kann sich auch positiv auf den Energieverbrauch auswirken, da die künstliche Beleuchtung im gesamten Gebäude auf dieser Weise reduziert werden kann.

Die Menge des natürlichen Lichts kann durch zusätzliche Fenster (möglichst auch auf dem Dach) erhöht werden. Glaswände oder das Fehlen von Trennwänden können dazu beitragen, den Anteil des natürlichen Lichts in einem Büro zu maximieren. Es kann auch hilfreich sein, Arbeitsbereiche näher an natürlichen Lichtquellen zu platzieren.

Verbinde das Alte mit dem Neuen

Ein wirklich verantwortungsbewusstes Büro sollte sicherstellen, dass möglichst viel recycelt wird. Recycling ist eine großartige Möglichkeit, Nachhaltigkeit zu fördern, da es Ressourcen spart, Umweltverschmutzung verhindert und Mülldeponien vermeidet.

Wird das Büro zum Beispiel an einen neuen Standort verlegt, bietet es sich an, die alten brauchbaren Möbel mit den neuen zu kombinieren. So geben wir den Möbeln ein neues Leben und verhindern, dass sie auf der Mülldeponie landen. Aus Nachhaltigkeitsgründen beauftragte Stell OCCO, bei der Einrichtung seines Büros möglichst viele der vorhandenen Möbel zu verwenden und sie in die neuen Möbel zu integrieren.

OCCO wurde beauftragt, das Büro von Stell so einzurichten, dass so viele der vorhandenen Möbel wie möglich verwendet und in die neuen Möbeln integriert werden.

Hot Desking oder intelligente Raumnutzung

Wenn die Büroflächen aufgrund des schnellen Wachstums eng werden und es nicht mehr genug feste Arbeitsplätze für alle Mitarbeiter/innen gibt, ist es sinnvoll, Hybrid- und Remote-Work-Optionen zu nutzen. So ist es möglich, die Bürofläche intelligent zu nutzen, ohne alle Räume mit unbenutzt rumstehenden Tischen zu belasten.

Je nach Art des jeweiligen Unternehmens und der Regelmäßigkeit der Bürobesuche der Mitarbeiter/innen kann entschieden werden, wer einen eigenen Schreibtisch bekommt und wer seinen Schreibtisch mit den Kolleg/innen teilen soll.

Für gelegentlichen Besuch können im Büro abschließbare Schränke aufgestellt werden, in denen man beispielsweise die eigene Tastatur, Kaffeetasse oder die eigenen Hausschuhe abstellen kann, um diese Dinge nicht mitschleppen zu müssen.

Naturnähe und Biophilie

Der Kontakt mit der Natur während der Arbeitszeit verbessert die Gesundheit und das Wohlbefinden mehr als der Blick ins Freie aus dem Innenraum heraus und ist mit einem geringeren Stressniveau verbunden. Daher lohnt es sich, genügend Grünes in Form von verschiedenen Pflanzen am Arbeitsplatz zu haben.

Neben dem Stressabbau reinigen Pflanzen die Luft und tragen zur Produktivität und Kreativität bei. Statt klassische Topfpflanzen aufzustellen, können Pflanzen zum Beispiel in hängenden Blumentöpfen in den Aufenthalts- und Besprechungsräumen des Büros eingesetzt werden. Ein cleverer Trick ist es, die geeigneten Pflanzen in Kästen einzusetzen, um sie als Raumteiler zu nutzen.

Im Büro von TEHIK findet man 300 luftreinigende Pflanzen in verschiedenen Größen und Sorten vor.

Es gibt keinen Mülleimer unter dem Schreibtisch

Der größte Teil des im Büro anfallenden Abfalls – Papier, Tetrapacks – kann recycelt werden, und Lebensmittelabfälle und Papierhandtücher können kompostiert werden. Wenn wir jedoch darüber nachdenken, ob wir unseren Müll in den eigenen Mülleimer werfen oder aufstehen, um ihn in einen geeigneten Mülleimer zu werfen, werden wir höchstwahrscheinlich die schnellste und nächstgelegene Option wählen, da der Mülleimer direkt unter dem Schreibtisch steht.

Wenn man im Büro jedoch nur diejenigen Mülleimer verwendet, die das Sortieren des Mülls fördern, und diese an ausgewählten Orten aufstellt, beispielsweise in der Nähe der Küche und des Essbereichs, lädt man die Mitarbeter/innen auch ein, sich zu bewegen.

Papierloses Büro

Viele Büroangestellte wissen, was es bedeutet, wenn dem Drucker im richtigen Moment das Papier ausgeht. Statt ständig etwas am Drucker auszudrucken, könnte man sich aber überlegen, wie das Unternehmen papierlos werden könnte. Man könnte die notwendigen Dateien während des Meetings auf dem Bildschirm zeigen, per E-Mail an die Teilnehmer/innen versendet oder in die gemeinsame Cloud hochladen.

Wenn das Büro jedoch wirklich nicht ganz papierlos werden kann, könnte man beim nächsten Mal darüber nachdenken, beide Seiten des Papiers zu bedrucken.

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